wege zu barlach

Ernst Barlach · 1870–1938
Bildhauer · Zeichner · Grafiker · Schriftsteller

Ratzeburg (1876 -1884)

Ratzeburg-Information, Im Rathaus, Unter den Linden 1, 23909 Ratzeburg, 
Ernst Barlach Museum Ratzeburg, Barlachplatz 3, 23909 Ratzeburg, Öffnungszeiten: Di - So: 11 - 17 Uhr  

Luftbilder von der Inselstadt Ratzeburg

(Quellen: 33a, copyright by: Titelseite aus rpf Verlag, Postfach 7, 23919 Berkenthin; 34a, copyright by: Titelseite aus herzogtum lauenburg, schleswig-holstein aus Ratzeburg-information, im Rathaus, Unter den Linden 1, 23909 Ratzeburg, 22/02/2010)
Bild Nr. 1: Inselstadt Ratzeburg, 33, Titelseite
Bild Nr. 2: Inselstadt Ratzeburg, 34, Titelseite
Bild Nr. 3: Stadtplan 1 Ratzeburg, Innenstadt, 33, S. 87
Bild Nr. 4: Stadtplan 2 Ratzeburg, 34, S. 17

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Ernst Barlach beginnt in seinem "selbsterzählten Leben" (vgl.: unter Quelle 2, 7. Auflage, 2004, S. 13) seinen Bericht über die Ratzeburger Schulzeit mit der Überschrift: "Ich lerne Schreiben und Lesen". 

Dabei vergisst Ernsr Barlach, den Leser bei den Berichten über Schönberg darüber in Kenntnis zu setzen, dass er dort, ein halbes Jahr vor dem Umzug nach Ratzeburg, Unterricht im Rechnen, in Religion sowie im Lesen erhalten hatte. Im nachfolgenden Text zur Schulzeit in Ratzeburg holt er dieses Versäumnis nach. 

Foto-Aufnahmen von Gebäuden, in denen Ernst Barlach während seiner Ratzeburger Zeit zur Schule gegangen ist (Nr. 5a – 5d: Tante Lomeyers Spielschule am Steintor, 25; 6a – 6e: Gymnasium, heute Rathaus, nahe dem Barlach-Blick an der Ratzeburger See-Seite, 25, 07/2009)  

Bild Nr. 5a, 5b, 5c, 5d: Das Steintor, um 1220 neben dem Dom erbaut, mit links und rechts anliegenden Gebäuden (ehemaliger Ort von Tante Lomeyers Spielschule)

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Ernst Barlachs Schulerfahrungen von der Spielschule am Dom bei Tante Lomeyer bis zur Septima des Gymnasiums, wo er auf dem Buchstabenweltmeer dann endgültig flott wurde

Ich lerne Schreiben und Lesen (Quelle 2, S. 13)

"In Ratzeburg taten sie mich und Hans in Tante Lomeyers Spielschule am Dom, gehalten in einer mittelalterlichen Backsteinkluft, in die man sich von der Turmseite des alten Baues hinabschachtete, wenn man nicht lieber vom Palmberg aus durch einen Stufengang hinaufstolperte. War es auf dem Schulwege kalt, so erstarrte meinem Bruder wohl der Mut, und da er beim Weinen nicht auch noch gehen konnte, so musste er stehenbleiben – das war eine Art, unsere Lage klarzulegen. Ich verstand seine Meinung prompt und widerlegte sie mit Faustschlägen.
Bei Tante Lomeyer hatte ich nichts anderes zu tun, als mein Lesen zu vergessen; denn ich hatte doch schon auf der Schönberger Schule die Nase ins Buch stecken müssen, in der Septima des Gymnasiums wurde ich auf dem Buchstabenweltmeer dann endgültig flott. Auch Schreiben durfte man mir zumuten, zunächst auf Schiefer, und so habe ich damals auf der Schiefertafel meine erste erzählerische Spielerei gestümpert. Als im nächsten Jahre diese Übungen in blauen Heften mit Tinte und Blei vor sich gingen und ich mit unserem Mädchen zum Einkauf in einen Laden kam, da lief mir beim Anblick dieser für mich erhandelten Werkzeuge warmes Wohlgefühl übers Herz – ich merkte was von gutem Umgehen mit so herrlichen Sachen."

Bild links: Licht- und Schattenspiele am Rathaus Ratzeburg (ehemaliges Gymnasium), 26, 34, S. 9
Bild rechts: Eingangstür zum Rathaus mit lateinischem Spruch: "Doctrinae – Sapientiae – Pietati" – zu dt.: Der Gelehrsamkeit – der Klugheit – der Frömmigkeit, 26, 34, S. 8 

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1. Bild von links: Eingangsbereich des ehemaligen Gymnasiums, 25
2. Bild von linksSeitenansicht des ehemaligen Gymnasiums, 25
3.+4. Bild von links: Aufnahmen vom Barlach-Blick auf die Rückseite des ehemaligen Gymnasiums, 25

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Ernst Barlach erlebte den Alltag seines Jungen-Daseins als das ereignisreiche Geschehen in der Schule, vor allem die Begegnung mit seinen Lehrern, dem "Kuhgesicht", dem Lehrer Tiek, einem Schulmeister nach altem Schrot, dem Schuldirektor mit seiner besonderen Art der Erziehung seiner Schüler sowie dem Konrektor Hornbostel, wegen seiner Dürre "Snieder" genannt. All das war der Stoff, sich im Erzählen zu üben  (Quelle 2, S. 16 ff.)

Ich erzähle

".... aber ich erzählte. Wenn wir abends alle vier unser Gebet getan hatten, wohlzugedeckt und für die Nacht besorgt waren, dann ging es los. Es wurde erzählt, natürlich aus freier Faust heraus und sonder Zensur. Höchstens Niko schnarchte ins Ende hinein, aber sonst hielt die Dunkelheit, wie mir schien, einen ganzen Buschwald von Ohren aufgespannt. Ich erzählte die Geschichte vom schwein’schen Indianer, kurz und bündig, und leistete absichtslos eine Satire auf die epidemische Indianertümelei ...,"

(Quelle ebenda) "Dann erwuchs weiter das Epos ‚Kuhgesicht’ – Kuhgesicht war der Beiname eines unserer Lehrer, den die Schüler für alle Zeit dafür brandmarkten, dass er sich in einer verhängnisvollen Sekunde hatte hinreißen lassen, einen Schüler ‚du Kuhgesicht’ zu schimpfen – Kuhgesicht in den peinlichsten Lagen zu zeigen, machte den Inhalt meines Epos aus, und wir Armen, ich und meine Brüder, löffelten die vielen Suppen der tröstlichen Rache mit der Feststellung, dass Recht doch Recht geblieben war.

Habe ich von Kuhgesicht gesprochen, so kann Tiek nicht übergangen werden, Tiek mit dem Menschenaffenbart, dieser Schulmeister von altem Schrot und Korn, der zur Andacht früh auf der Orgel aufs schönste präludierte, aber zur Einleitung des Unterrichts zuweilen ohne erkennbares Übelwollen zum Pult ging, den Stock hervorholte und die ganze Klasse verprügelte – gemütlich, selbstverständlich, ‚doch man so’, weil Prügeln gut tut, sowohl dem, der gibt, wie dem, der nimmt. Demnächst blies der Wind seiner Laune einen andern Strich, dann gab es Halloh und wir unterbrachen Rechnen, Singen und Zeichnen, um dem andern Tiek, einem leibhaftigen Narren, seine eigenen Faxen widerzuspielen. Wir kollerten auf die Bänke nieder, wenn wir nach dem rechten auch das linke Bein in die Luft strecken wollten, wie Tiek vorschlug – aber nach manchen bösen Montagsstunden standen wir Sextaner auf dem Korridor zuhauf in der Pause und wiesen einander mit ernsten Mienen die Folgen des genossenen Unterrichts. Dem einen waren die Frostfinger wundgeklopft, und es geschah Paul Siebenmark, dass ihm gerade an dem Morgen nach der Sterbenacht seines Vaters unseres Tieks Würgerseele ganz besonders kund und offenbar wurde.

Unser Direktor meinte es gewiss gut, aber er hatte seine besonderen Begriffe von Hinanführung der Jugend, wenigstens erinnere ich mich einer seltsamen Regung, als er zur Andacht des Bibelabschnitts der Geschichte von Lot und seinen Töchtern vorlas, die aufgereihten Lehrer blickten betreten, was ich genau beobachtete, denn ich stand als Sextaner vornean:

Konrektor Hornbostel, ob seiner Dürre Snieder genannt, stand unter ihnen allen aufgereckt wie ein Gevattersmann der alten Zeit im langschößigen Rock mit Vatermördern da, ein hochgezüchteter Rest ironisch überlegener Geistigkeit, ein Gelehrter von Stil und ein rettungsloses Original. Alle wir dummen Jungen tanzten ihm auf der Nase, aber er kam und ging mit nobler Getragenheit, als wärme er in den Taschen seiner Rockschöße die schonungsbedürftigen Überbleibsel einer besseren Zeit.

Kuhgesichts markanten Bartwuchs aber schmierte ich hundertmal an die Wände des Gymnasiums, und auch sonst begann in mir etwas spürbar zu werden, was nach Form verlangte, und ich schwamm zeitweise in der rettenden Sehnsucht nach irgend etwas, das durch mich geschehen sollte." 

In Ratzeburg zogen die Barlachs in das alte Haus, das Ernst Barlach sein Vaterhaus nannte. (Quelle 2, S. 14)

Das Haus

"Nach kurzer Zeit zogen wir aus der Seestraße in das alte Haus mit dem hohen Dach, das ich mein Vaterhaus nenne. Es lag abseits neben der Stadtkirche und war auf dem ehemaligen Grabplatz gebaut. Zur anderen Seite lagen die Gärten und Abseiten, Scheunen und verlorenen Orte des Landratsamts, und es barg Winkel und Verschläge, Böden und Finsterräume, allzu erwünscht für ein Gemüt voll Ahnen und Grausen – Schicksal brütete in diesem Hause, ein dunkles, herrliches und schlimmes Wesen machte sich ans Werk und ordnete nach seiner Einsicht den Zustand der Familie des Dr. Barlach. Hierzu genügten ihm die Jahre von 1878 bis 1884."

Hier wohnte die Familie Barlach in Ratzeburg

Bild links: Die erste Wohnung der Familie Barlach in Ratzeburg, Seestraße 6, Am kleinen Küchensee, 25
Bild mitte: Blick vom Ufer nahe der Wohnung in der Seestraße auf den kleinen Küchensee, 25
Bild rechts: Straßenschild Seestraße der ersten Barlach-Wohnung in Ratzeburg, 25

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Bild links: Blick auf die Frontseite des Barlachschen "Alten  Vaterhauses", Barlachplatz 3, 25
Bild mitte: Inschrift am "Alten  Vaterhaus" mit Öffnungszeiten, 25
Bild rechts: Barlachs "Altes Vaterhaus", Gartenseite, das Dach von Säulen gestützt, 25

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Bild links: Barlachs "Altes Vaterhaus", hinter dem Grün des Gartens versteckt, 25
Bild mitte: Fast eine Kombination: vorn das "Alte Vaterhaus", von der Seite aufgenommen, dahinter die St. Petri-Kirche, 25
Bild rechts: Die Giebelseite des Barlach - Hauses "Altes Vaterhaus", 25

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Die Stadtkirche St. Petri in Ratzeburg

Die heutige St. Petri - Kirche wurde 1791 geweiht, nachdem die Vorgängerin im Krieg mit den Dänen stark beschädigt worden war, und weil außer dem Dom, der als Bischofskirche nicht für die Gottesdienste der Gemeinde zur Verfügung stand, eine weitere Kirche gebraucht wurde. Errichtet wurde eine Querraum-Predigtkirche mit einem Dachreiter-ähnlichen kleinen Turm aus dem Jahre 1911. Das Innere der Kirche in der Südwand wird geprägt von einer übereinander gelagerten Einheit von Altar, darüber Kanzel, darüber Orgel (vgl.: Foto Nr. 9e). Um diesen Kanzelaltar sind die Stühle hufeisenförmig gestellt, an den übrigen drei Seiten der Kirchenwände ziehen sich Holzemporen entlang. Die Kirche betritt man durch das im Norden befindliche Eingangsportal und steht dem beeindruckenden Kanzelaltar an der Südwand gegenüber. Da Ratzeburg Ende des 18. Jahrhunderts Garnisonstadt wurde, erhielt St. Petri auch die Bezeichnung Garnisonkirche. Hier huldigten die lauenburgischen Stände ihrem neuen Herzog von Lauenburg, dem König Wilhelm I.         

Foto-Variationen von der St. Petri-Kirche:

Bild links: St. Petri-Kirche, Hauptportal, in der Straße "Bei St. Petri" aufgenommen, 25
Bild rechts: St. Petri-Kirche, von der Seite aufgenommen, 25

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Bild links: St. Petri-Kirche aus der Ferne, 25
Bild mitte: St. Petri-Kirche, aus Richtung Markt aufgenommen, 25
Bild rechts: Die im Inneren der Kirche an der Südwand befindliche übereinander angelegte Dreieinheit von Altar, Kanzel und Orgel, 26, 17, S. 64

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Foto-Variationen von den Sehenswürdigkeiten Ratzeburgs, aufgenommen im Spätsommer 2009, 25

Ratzeburg ist nicht nur eine Inselstadt, sie war Burg, Residenz, Garnisonstadt, seit dem 12. Jahrhundert vor allem aber eine Domstadt. Um 1160 wurde unter Heinrich dem Löwen der romanische Dom als bedeutendster Backsteinbau des Mittelalters gebaut. Der bronzene Löwe vor dem Dom ist ein markantes Wahrzeichen der Domstadt. Wie in anderen Städten auch gibt es in Ratzeburg Wegmarkierungen in Form eines Abdrucks einer Löwen-Tatze zu bekannten, historisch bedeutsamen Gebäuden der Stadt.

Der Dom zu Ratzeburg:

Die Grafschaft Ratzeburg wurde im Jahre 1143 vom Sachsenherzog Heinrich den Löwen errichtet. 1154 wurde mit der Neustiftung des Bistums Ratzeburg ein erster Bischof eingesetzt, der aufgerufen war, den Bau des Domes zu betreiben. Der Bischof ließ den Dom an der Spitze der Insel auf einer Anhöhe, dem Palmberg, erbauen. Der Baubeginn erfolgte um 1165. die Bauzeit währte fast 60 Jahre, bis 1220. Dadurch dass der Dom in seiner langen zeitlichen Dimension weder umgebaut noch erweitert worden ist, beeindruckt der Ratzeburger Dom bis heute mit seiner Stilreinheit.

Ansichten vom Dom in Ratzeburg: 

1.+2. Bild von links: Ratzeburger Dom aus der Ferne, hinter Bäumen versteckt, 25
3.+4. Bild von links: Der Dom (im Detail), 25

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Bild links: Das imposante Mauerwerk als Begrenzung zur Domanlage, 25
Bild mitte: Die Dominanz des Turmes, 25
Bild rechts: Bronze-Löwe vor dem Dom, 26, 34, S. 6/7

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Bild links: Der Blick in das Langhaus geht Richtung Osten bis zum Triumphkreuz (um 1260) und dem Hochaltar, 25
Bild mitte: Der Hochaltar mit dem Apostelschrein aus dem 15./17. Jahrhundert, 25
Bild rechts: An der Nordseite des Kirchenschiffs vor dem Triumphkreuz befindet sich die Kanzel aus dem Jahre 1576, 25

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Im Innenhof des ehemaligen Domklosters begegnet man dem "Bettler" von Ernst Barlach, einem Geschenk der Barlach-Familie an die Domgemeinde (1979):

Bild links: Barlachs Der "Bettler" vor dem Stützpfeiler des Gebäudes, 25
Bild mitte: Barlachs "Bettler" aus der Nähe, 25
Bild rechts: Barlachs "Bettler", (Detail), auf Krücken gestützt, mit hochgezogenen Schultern, den Kopf leicht erhoben, die geschlossenen Augen in die Weite gerichtet, 25

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Der Marktplatz – das Herz Ratzeburgs 

Der Marktplatz beeindruckt durch ausgewählte Bauten, die einen hohen Öffentlichkeitsgrad besaßen: 

Die Alte Wache gibt es seit 1720, sie wurde als Hauptwache der Ratzeburger Garnison erbaut. Die Giebelfront des Eingangsbereichs zeigt eine Balkon-Balustrade über dem Eingang, gestützt wird dieser Bereich durch zwei Säulen, links und rechts des Eingangs, darüber befindet sich der Schriftzug "Alte Wache".

Neben der "Alten Wache" steht das alte Kreishaus, beeindruckend mit seiner zweistöckig-symmetrischen Fenstergestaltung der Fassade, herausgehoben der mit einem Wappen des Herzogtums Lauenburg versehene Giebel als Schmuck der  Eingangsfront. Bis 1980 war das alte Kreishaus noch Sitz der Kreisverwaltung von Ratzeburg. 

Im rechten Winkel zu den beiden genannten Gebäuden befindet sich das alte Rathaus, auffällig durch die mit weißer Farbe gestaltete Frontansicht, wiederum durch einen aufgesetzten Giebel verschönt. 45 Jahre lang war dieses Haus der Sitz der Stadtverwaltung und der Amtssitz des Bürgermeisters. Heute fungiert das ehemalige Gymnasium als Rathaus. 

Foto - Variationen zu den Gebäuden im Marktplatz (25):

Bild links und mitte: Alte Wache
Bild rechts: Alte Wache (Detail)

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Bild links: Das Alte Kreishaus an der Westseite des Marktplatzes, 26, 17, S. 65
Bild mitte und rechts: Das Alte Kreishaus, 25

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Bild links: Altes Rathaus, 26, 34, S. 5
Bild rechts: Altes Rathaus, 25

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Weitere Sehenswürdigkeiten von Gebäuden der Innenstadt (25):

Bild links: Seitenansicht des Burgtheaters von Ratzeburg
Bild mitte: Frontansicht des Burgtheaters
Bild rechts: Burgtheater (Detail)

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Bilder: Ratzeburgs Amtsgericht

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1. Bild von links: Blick auf die Ernst-Barlach-Realschule unweit des Kurparks am Küchensee
2. Bild von links: Ernst-Barlach-Realschule, Frontseite mit Eckdominante
3. Bild von links: Namenszug der Realschule
4. Bild von links: Trauerweide aus dem Kurpark im Sturm

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Ernst Barlach verbrachte als Jugendlicher seinen Alltag in Ratzeburg, schloss neue Freundschaften und schöpfte phantasievolles Tun als Spielmöglichkeiten des Lebens in einem Wohnbau oder als Waldläufer und Indianer aus (Quelle 2, S. 13 f.)

"Ratzeburg  ersetzte mir in geläuterter Form meinen Freund Edmund Steffan, und obendrein doppelt; denn da erwarteten mich Vetter Richard und Hans Hudemann und führten mich nicht in stinkende Höfe und Hinterwinkel der Häuser, sondern in den Wald zu einem braven Waldläufer- und Indianerleben. Am Waldrand längs der Einhäuser Chaussee hatten wir unseren Wohnbaum, nach vernünftiger Ordnung ich auf einem unteren, jeder auf seinem Ast für sich, bloß eine bequeme Gabelung für gelegentliche Bedürfnisse war gemeinsam. Von hier herab brachten wir mit räuberischen Tönen den Wanderer fast um, beschlichen voll arger Absicht die unschuldigen Eingeborenen und übten eine gemütliche Indianerphantasie gegen jede vorkommende Harmlosigkeit. Beim Streifen durchs Fuchsholz aber fiel mir die Binde von den Augen, und ein Wesensteil des Waldes schlüpfte in einem ahnungslos gekommenen Nu durch die Lichtlöcher zu mir herein, die erste von ähnlichen Überwältigungen in dieser Zeit meines neunten bis zwölften Jahres, das Bewusstwerden eines Dinges, eines Wirklichen ohne Darstellbarkeit – oder wenn ich es hätte sagen müssen, wie das Zwinkern eines wohlbekannten Auges durch den Spalt des maigrünen Buchenblätterhimmels."

Ernst Barlach blickte zurück auf Wesen und Charakter seines Vaters und auf die Ehe seiner Eltern. Er sah die Ehe seiner Eltern so glücklich wie eine Ehe sein kann – und nicht minder unglücklich  (Quelle 2, S. 14 ff.)

"Mein Vater war ein ziemlich kleiner, scharfer, feuriger, schwarzlockiger Herr, schnell bereit, in allen Dingen Ernst zu machen, und drauf und dran, mich in eine Kadettenanstalt zu tun, als ich seinen Verdacht erregte, es auf einen Taugenichts anzulegen. Diesem Plan widersprach meine Mutter, die niemals müde wurde, meine tausend Ungebärden mit Geduld zu umhegen, üble Vorzeichen mit Glauben zu segnen und Geschehenes auf dem Friedhofe ihres grenzenlosen Vertrauens zu begraben.
Die Ehe der Eltern war so glücklich wie eine Ehe sein kann – und nicht minder unglücklich. Die behagliche Kindersituation in der Schlafstube, wenn im Wohnzimmer heitere Gespräche gingen oder mit dem Lampenlicht durch Türritzen Bruchstücke aus David Copperfields lustleidigen Kinderzeiten schlichen, wechselten mit bitterlich anderen.."

"Und dann will der Wagen immer noch nicht kommen, denkt das wachgewordene Kind, bis endlich Pinaks und Lieses verschlafene Hufe durch die Stille trappeln und der Wagen nachschleicht, und endlich was im Dunkeln davonrumpelt, als hätte die Nacht Kolik im Leibe und es ginge ihr holtergepolter was ab.
Nein, das Ideal meiner Mutter eines Seins auf einsamer Insel lebenslang in trauter Gemeinschaft mit dem geliebten Mann fand auch in Ratzeburg keine Erfüllung. Gesellschaft tat ein übriges, um Kinder vor Eltern, Eheleute voreinander fremd zu machen." 

Um diese Zeit kamen wir einmal aus der Schule heim und wurden bedeutet, dass unsere Mutter abwesend sei, auf kurze, vielleicht auf längere Zeit. (Quelle 2, S. 17)

"Wir antworteten nicht, fragten nicht und taten zueinander, als sei da alles auf dem sichern Boden des Notwendigen, und mein Vater, der wissen musste, was er über seine Frau verhängt hatte, schwieg seinerseits in der gleichen Scheu vor Gefühlsäußerungen, die er bei uns dankbar respektierte, nur, dass er mich von Zeit zu Zeit aufforderte, einen Weihnachts- oder Geburtstagsbrief zu schreiben."

Ernst Barlach entdeckte in sich einen Reifeprozess, bestimmt von Ereignissen in ihrer Einmaligkeit wie auch in ihrer Widersprüchlichkeit (Quelle 2, S. 19)

Ich muß erfahren

"Mein Vater gab sich und seinen Söhnen für die abwesende Doktorsfrau die Doktorstochter Hermine Bark aus Rhema als Ersatz, ein Wesen wie zum Mahnbild erlesen, unvergleichlich befähigt, alles Vergessen der Fehlenden durch den Mangel aller Gnade bei Gott und den Menschen zu verhüten... Es kam sogar zum Handgemenge zwischen ihr und uns Jungen – der eine sprang zu, als er den andern sich widersetzen sah, und der dritte und vierte griffen ein... Herminsch machte aber doch einige unzulängliche Versuche, von ihrem Ufer an das unsere überzusetzen, unnötig; denn wir verwarfen sie mitsamt ihren Versuchen, wir hassten Herminsch von da, wo sie kam, bis da, wo sie ging."

In Ratzeburg gab es Auseinandersetzungen zwischen Schülern der Stadtschule, das waren Ernst Barlachs Feinde, und denen des Gymnasiums, dazu gehörte Ernst Barlach (Quelle 2, S. 20 f.)

"Wer möchte etwas von den beiden Göllners wissen, meinen Feinden von der Stadtschule? Fast alle Stadtschüler waren Feinde der Gymnasiasten und umgekehrt, nicht etwa aus Grund und Anlass, sondern schlechthin bloß tatsächlich.Trafen wir uns, ich und die Göllners vor allem, so schlug man sich oder riss aus, wie es gerade kam. Der ältere Göllner hätte mich, wäre es nach ihm gegangen, nicht nur von den Straßen sondern aus Haus und Leben verscheucht, und ein anderer kreuzbraver Bengel, aber ein unbedingter Hasser, fiel uns viere eines Sonntagsnachmittags mit solch  ehrlicher Wütigkeit an, dass wir zum Haufen verknäult eigenartig den Markt belebten und durch Ogger Iben, den Tante Minna vom Balkon zu Hilfe gerufen, erledigt werden mussten... Unsere Niederlagen posaunten wir nicht gerade aus, aber als mein Vater mich eines Tages mit mir über Land fahrend rücksichtsvoll lächelnd auf einen Fall ansprach, der unser Renommee völlig ruiniert hatte, ließ ich seinen Spott gelten. Es hatte der ganzen Mannschaft der unteren Gymnasialklassen simpel an Courage gefehlt und sie hatte sich im Schirachschen Garten salviert. Die feindlichen andern schlugen drein, als gelte es nicht den kindlichen Ernst eines Kräftespiels, sondern Sieg oder Tod." 

An einem Abend während dieser unerwünscht geordneten Zeit mag es gewesen sein, als ich bei voller Stille des leeren Hauses und verlassenen Gartens in der Veranda von einem Buch aufsah. (Quelle 2, S. 19)

"Der gelinde Dämmer des Sommerabends lag überall und vom Benningsenschen Garten winkten die Wipfel hoher Tannen über die Scheunendächer. Hier widerfuhr mir abermals eine Erschütterung, die im Augenblick durch mich ging und ganz sinn- und gegenstandslos war – und vielleicht doch das heftige Erleben, das mir beschieden gewesen ist."  

Ein anderes Mal stand ich an der Nordecke der Insel am großen See (heute: "Barlachblick") (Quelle 2, S. 19 f.)

"hinter dem Gymnasium bei einem ganz artig heranfahrenden Winde und erlebte im Augenblick des Zerfließens einer Welle ein ähnlich übermächtiges Gefasstwerden – dabei muss mir eine auffällige und ziemlich lächerliche Gebärde entfahren sein, denn ich hörte, wie jemand verweisenden Tons orgelte: ‚Barlach, Barlach!’ – und sah aufblickend in meines Lehrers Berthau vor Unbehagen steif gewordenes Gesicht, der eben seine junge Frau des Weges spazieren führte... Er schämte sich meiner, sein Gesicht war blau und wie versteinert." 

Fotos vom Barlach-Blick (25):

Bild links: Lageskizze zum Barlach-Blick, 26, 33, S. 87
Bild mitte: Informationstafel vom Barlach-Blick
Bild rechts: Barlach-Blick als Rondell mit Sitzmöglichkeiten

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Bild links: Als hätte Barlach nach Süd-West geschaut
Bild mitte: Als hätte Barlach nach Nord-Ost geschaut
Bild rechts: Ein historisches Geschütz am Barlach -Blick

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Den Marterweg eines Menschen, der sich unter Krämpfen durch die Stadt schleppte, begleitete ich, unfreiwillig und fast unwissentlich, von Station zu Station, vergessend, wo, wer, was ich sonst war ...(Quelle 2, S. 22)

"Mit unserm Kutscher ‚Hoschen’, wie wir ihn nannten, saß ich einst neben den Pferden auf der Diele eines Bauernhauses, in dessen innerm Raum sich das Letzte eines an Diphtherie sterbenden Kindes begab. Mein Vater und der des Kindes unternahmen drinnen irgendwelche verzweifelten Handlungen zur Rettung oder Erleichterung, wovon die Tochter des Hauses der Mutter von Zeit zu Zeit wie mit gewürgter Kehle die grausigen Einzelheiten zutrug... Als alles vorüber war, begleitete der Bauer meinen Vater an den Wagen, drückte seine Hand und sah immer noch wie ein Mensch aus. Wir fuhren heim und beobachteten ein schweres Schweigen gegeneinander. (Quelle ebenda)

Einem Knecht auf Kogel war von der Maschine der halbe Arm abgeschnitten, nun lag er ohne Besinnung bei uns auf der Diele, wo man ihn abgeladen hatte. Ein blutfeuchtes Tuch war um den Stumpf gewickelt... Ich hörte (aber) die genaue Schilderung der Herfahrt mit an, die der Kogeler Kutscher Hoschen machte – nach solchen und ähnlichen Einblicken blieb ich viele Tage unbrauchbar für das gemeine Leben."

Der Jugendliche Ernst Barlach aus Ratzeburg spürte künstlerisch-kreatives Empfinden, das sich in entsprechenden Gestaltungsversuchen niederschlug (Quelle 2, S. 23 f.)

"Nun muss ich auch die sonderbare Erfahrung erwähnen, die ich mit einem meinen Händen anvertrauten Kasperltheater machte. Es war ein Weihnachtsgeschenk, die Veranstaltung meiner Mutter, die hauptsächlichste, fast einzige Gabe dieses Abends, und ich hatte sie ohne zugreifende Lust empfangen. Dieser Abend machte mit der Vorstellung der unerschöpflich sprudelnden weihnachtlichen Lustquelle ein Ende, Trauer kam über mich Armen...Das dumme Theater! Aber wenn ich dann doch einmal die Puppen zur Hand nahm, halb neugierig, was wohl damit zu vollbringen sei, vielleicht durch die Erwartung der Brüder oder Freunde gereizt, so fuhr etwas von ihnen in mich, so dass das Ding einen selbsttätigen Verlauf einschlug, dass die hölzernen Köpfe von Kasper, Tod und Teufel durch meinen Mund ihre Sprache rappelten und dass da überhaupt Vorfälle sich schoben und miteinander tanzten, deren Anstifter zu sein ich mir nicht bewusst war. Es brauchte keine Mühe, höchstens einen gewaltsam hergestoßenen Anfang, und das Stück bekam Fortgang und Ende."

Mühe hatte ich aber beim Zeichnen, (Quelle 2, S. 24)

"... etwas zu erfinden, ja, das war wohl nicht so schwer, aber solche schönen Blätter, wie die der Prachtausgabe zu Hauffs Märchen etwa zu kopieren, schien mir schon darum verdienstlicher, weil es weit mehr Arbeit kostete. Eines von diesen mit Blei tief ins Papier gegrabenen Stücken bekam mein Vater zu Weihnachten. Er fühlte sich wohl durch meinen guten Willen erfreut und stellte den Karton in seinem Sprechzimmer auf; als dann einmal ein Bauer staunend davor Halt machte und zu hören bekam: ’’Dat hett min Jung makt", meinte er ehrlich: "Dat mütt jo een kloken Jung sien.." 

Ich legte indes meinen Kanon des Schönen fest, (Quelle 2, ebenda)

"oder machte doch Anstalten dazu – muss ein Profil nun so oder so verlaufen, um das zu sein, was als Ausdruck der baren Herrlichkeit gelten konnte -, ich zeichnete mit Qual, weil ich die Beschaffenheit dessen nicht erkannte, was ich zustande brachte, und sah mein eigenes Gesicht im Spiegel oder sonst jemandes mit schmerzlicher Neugierde, wie, was ich sah, eigentlich war und was es mit dem eigentlichen an diesem – genau besehen Unbekannten – denn wohl schließlich auf sich hätte."

Ernst Barlach erzählte über seine Familie: Seine Mutter sei heimgeholt worden und sein Vater, sich bereits nicht wohl fühlend, sei auf einer Bestellung aufs Land unterwegs gewesen und nach einem weiten Fußmarsch krank zurückgekehrt (ebenda)

"An einem Nachmittage, als wir aus der Schule kamen, standen die Eltern uns erwartend zusammen da. Meine Mutter war heimgeholt und erkannte an unserer stummen Verlegenheit und befangenem Grüßen ihre Söhne. Das Haus hatte seine Ordnung wieder, die Ehe blieb ungetrübt, das Dasein ließ sich harmonisch an, das alte Haus wurde mit einigem Aufwand renoviert, und doch, als meine Mutter eines Tages durch die offene Haustür und alle friedlich daliegenden Räume uns vier auf dem Rasen des Gartens balgen sah, zog die Ahnung von dem Unbestand dieses Seins durch ihr Herz."

Vor Pfingsten 1884 reisten die Eltern miteinander zum Besuch der Altonaer Verwandten, (Quelle 2, S. 25)

"mein Vater kehrte zurück und ließ seine Frau einige Tage allein, um in der neuhergestellten Gewogenheit der Sippe warm zu werden. Ich lag im Bett, als ich ihn bald darauf von einer Fahrt spät heimkehrend zu dem Mädchen sagen hörte: 'Der Kutscher ist krank und ich bin auch nicht wohl, Sie dürfen niemand hereinlassen..' "

Es kam aber doch zu einer Bestellung aufs Land, der Arzt ließ sich nicht vergebens rufen und kehrte nach einem weiten Fußmarsch bei Nacht krank zurück. (ebenda)

"Die Herren Kollegen sahen in dem ganzen den Anlass zu einem launigen Konzil am Krankenbett, kamen und gingen, berieten ein bißchen und lachten aus vollem Halse über so ein Ding von Lungenentzündung, qualmten das Zimmer voll Rauch und blieben alle miteinander aus, als die Krankheit auf diese Art Behandlung nicht einging. Meine Mutter wurde gerufen, Onkel Karl, Arzt in Neumünster, eilte herbei und sagte eines Morgens früh, während er sich mit Vehemenz die Zähne putzte, zu mir: "Du, mit deinem Vater steht es faul" -, reiste aber ab, weil er schwere Fälle in eigener Praxis wahrnehmen musste."

Der Arzt war ohne Arzt (ebenda)

"Am Dienstag nach Pfingsten wurde ich gerufen und musste sehen, wie ein Zoll zu früh eingefordert wurde, ein Zoll, den ein Mann nicht anerkannte und der grausam eingetrieben ward.

Am Nachmittag dieses sonnigen Junitages gingen wir alle in die Pfeifenkrautlaube und hörten die Stunde drei vom Kirchturm schlagen. Sonst war alles totenstill und die meinem Vater beschiedenen fünfundvierzig Jahre waren um." 

24. Oktober 1938: Der Tod Ernst Barlachs in Rostock, 

28. Oktober 1938: Die Bestattung Ernst Barlachs in Ratzeburg, Seedorfer Straße

Aufnahmen vom Familiengrab Barlach an der Seedorfer Straße im Vorort Dermin (25):  

1. Billd von links: Grabstätte auf dem Vorstadtfriedhof "Der Sänger", Klinker, 1931, 25
2. Billd von links: Vor dem Familiengrab Barlach mit der Figur "Der Sänger" aus der "Gemeinschaft der Heiligen" (siehe Westfassade der Lübecker Katharinenkirche
3.+4. Billd von links: Am Grab wacht Barlachs "Der Sänger" aus der "Gemeinschaft der Heiligen"

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1. Billd von links: Das Grab vom Vater Dr. med. Georg Gottlieb Barlach
2. Billd von links: Das Grab von Ernst Barlach (der Vorname Heinrich ist nicht genannt)
3. Billd von links: Das Grab vom Bruder Hans Barlach
4. Billd von links: Das Grab von Ernst Barlachs Sohn Nikolaus Barlach (dieser hatte 1951 die Grabanlage gestalten lassen)

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1956: Das "Alte Vaterhaus" (Wohnstätte Ernst Barlachs von 1876 – 1884, zehn Jahre lang Wohnstätte des Sohnes Nikolaus als wissenschaftlicher Museums-Mitarbeiter) wurde Museum, Ausstellungshaus für Werke Ernst Barlachs. 

Einblicke in das Museum "Altes Vaterhaus" in Ratzeburg

1980 wurde das seit 1956 als Museum existierende "Alte Vaterhaus" von der Stadt Ratzeburg erworben. Nach der Sanierung und Umgestaltung wurde das Museum der Ernst Barlach Gesellschaft übergeben und 1982 wiedereröffnet. Die Bestände des Museums stellte zum großen Teil die Familie Barlach zur Verfügung. Sie umfassen eine große Anzahl des künstlerischen Schaffens von Ernst Barlach. Ein kleiner Ausschnitt ausgestellter Barlachscher Werke soll hier gezeigt werden (Fotos aus dem Sommer 2009, 25): 

Bild linkes: Krautpflückerin (Rübensammlerin), Bronze
Bild mitte: Melonenesser, Bronze 1906
Bild rechts: Bildnis Tilla Durieux I, Bronze nach einem Werkmodell, 1912

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Bild links: Der singende Mann, Zink, 1928
Bild mitte: Schwebender Gottvater, Meißen, 1922
Bild rechts: Der Spaziergänger, Stukko, 1912

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Bild links: Der Einsame, Bronze, 1911
Bild mitte: Titelseite der Zeitschrift "Der Bildermann"
Bild rechts: Titelblatt "Figuren – Zeichnen"

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Bilder: zwei Blätter aus "Figuren – Zeichnen"

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