wege zu barlach

Ernst Barlach · 1870–1938
Bildhauer · Zeichner · Grafiker · Schriftsteller

Magdeburg (1928/1929, 2009)

Tourist-Information Magdeburg: Ernst-Reuter-Allee 12, 39104 Magdeburg
Tel.: 0391/19433
www.magdeburg-tourist.de, info@magdeburg-tourist.de

Dom zu Magdeburg, Am Dom 1, 39104 Magdeburg
Tel.: 0391/5432414
www.magdeburgerdom.de

Kloster Unser Lieben Frauen, Regierungsstraße 4-6
Tel.: 0391/5650217

Bild: Stadtplan der Landeshauptstadt Magdeburg (Detail), www.magdeburg-tourist.de

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Der 800-jährige Magdeburger Dom St. Mauritius und St. Katharina

Auch die Stadt Magdeburg hatte ihren Barlach, und sie hat ihn noch heute. Das größte unter den Ehrenmalen in Erinnerung an die Gefallenen im Krieg 1914-1918 steht im Dom dieser Stadt. Es ist aus Holz gefertigt und wäre bei einer Vernichtung, wodurch auch immer, für alle Zeiten verloren gewesen.

Der Bau des Domes hatte 1209 begonnen, nachdem der Vorgängerbau 1207 niedergebrannt war. Ein Feuer hatte den Großteil der Stadt Magdeburg zerstört, darunter auch den Dom. Zu Ostern 1209 wurde durch Erzbischof Albrecht der Grundstein für einen gotischen Dom gelegt. 1567 wurde der Dom protestantisch, es gab zum ersten Advent des betreffenden Jahres den ersten evangelischen Gottesdienst. Während des Dreißigjährigen Krieges hatte General Tilly mit seinen Truppen die Stadt Magdeburg erobert, geplündert und teilweise auch zerstört. Magdeburger Bürger hatten sich im Dom verschanzt, mit Hilfe des Dompredigers Bake, der Tilly um Gnade bat, überlebten diese Bürger.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom schwer beschädigt, im Januar 1945 hatte eine Bombe den Dom getroffen, ausgebrochenes Feuer konnte gelöscht werden. Die Restaurierungsarbeiten zogen sich bis Mitte der 1950er Jahre hin, 1955 fand die Wiedereröffnung des Domes statt. Die Restaurierungsarbeiten der Jahre 2005 bis 2008 betrafen Teile des Doms sowie den Nordturm und den Südturm . Und es erfolgte die Fertigung und der Einbau einer neuen Orgel. Seit Mai 2008 besitzt der Magdeburger Dom wieder eine Hauptorgel, gebaut von der Alexander Schuke Orgelbau GmhH Potsdam. Sie ist die größte Orgel in Sachsen-Anhalt.

Im Jahre 2009 wurde das 800-jährige Jubiläum des Domes St. Mauritius und St. Katharina zu Magdeburg feierlich begangen. Heute ist der Magdeburger Dom der zweitgrößte deutsche Dom nach dem Dom in Köln.

Foto-Variationen vom Magdeburger Dom (25, 26):

1. Bild von links: Blick von Süd-Ost über die Elbe auf den Dom, 26 (38, S. 19)
2. Bild von links: Blick auf den Dom von der Elbseite
3. Bild von links: Der Dom von Magdeburg in seiner großen Würde
4. Bild von links: Blick auf den Dom in der Ferne

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Bilder: Blicke aus Richtung Schleinufer auf den Dom

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Bilder: Detail-Ansichten vom Dom

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Bilder: Detail-Ansichten vom Dom

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Bild links: Blick auf das Eingangstor an der Domseite
Bild mitte und rechts: Details vom Inneren des Domes

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1. Bild von links: Blick vom Sarkophag Ottos I. auf den Hohen Chor
2. Bild von links: Blick auf den Lettner im Dom
3.-6. Bild von links: Orgel-Ansichten im Dom

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Das Magdeburger Ehrenmal von Ernst Barlach im Dom seit 1929

In ununterbrochener geistiger und körperlicher Anstrengung schuf Ernst Barlach seit 1927 weitere bedeutende Male, wie den Güstrower Engel (29. Mai 1927), den Kieler Geistkämpfer (29. November 1928) sowie das Magdeburger Mal, das verantwortungsreichste und größte Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges in seinem Leben (Totensonntag 1929).

Vorarbeiten am Malchiner Mal (1929) mussten mit Barlachs Verzicht abgebrochen werden: "Meine Entwürfe für ein Ehrenmal in Malchin sind zu Fall gebracht, dass man mich als Juden denunzierte (3, S. 208). Die Verleumdungskampagnen gegen Barlach hatten zum Ziel, Ernst Barlach als Schöpfer der Ehrenmale für die im Krieg Gefallenen auszuschalten, mit der Begründung, seine Werke seien unheroisch. Ernst Barlach wehrte sich gegen die Machenschaften des Stahlhelms mit einem Dossier "Wider den Ungeist":

"Wollt ihr die Toten ehren, so lasst sie in ihrem Bereich der Ruhe. Spickt nicht die Tragik ihres Schicksals mit fetter Pietät, gebt zu, dass sie waren, aber nicht sind, indem ihr das Andenken vom Zweckschwall säubert, und gönnt ihnen die Vollendung, deren sie teilhaftig wurden durch Letztgültigkeit, durch Eingehen ins Unwiederbringleiche ..."

1. Bild von links: Flüchtige Skizze des Ehrenmals in Magdeburg, 1929 (1, S. 132)
2. Bild von links: Ernst Barlach arbeitet am linken Teilstück des Magdeburger Ehrenmals, Sommer 1929 (7, S. 63)
3. Bild von links: Magdeburger Ehrenmal im Magdeburger Dom (7, S. 70)
4.+5. Bild von links: zwei Modelle vom Magdeburger Dom

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Das Magdeburger Mal (Text von Domprediger Giselher Quast, 1992, Text-Überschriften vom Autor)

(H. F.: Das Magdeburger Mal - Geschichte und Bedeutung)

"Bei seiner Aufstellung 1929 verfemt, nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1934 aus dem Dom entfernt, in der Aktion ‚Entartete Kunst' bewahrt und verborgen, zurückgeführt nach 1955, im Dom ein künstlerisches Schattendasein fristend, seit 1980 Ort der Friedensgebete ‚Schwerter zu Flugscharen', die in die gesellschaftliche Erneuerung einmündeten: Das Ehrenmal von Ernst Barlach für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, 'mein größtes und verantwortungsvollstes Holzbildwerk'".

(H. F.: Ernst Barlach schreibt über den Inhalt des Mals)

"Über kein anderes Werk hat Barlach sich so ausführlich geäußert: ‚Auf einem Gräberfeld erheben sich drei Krieger, das ragende Grabkreuz der vor ihnen Hingesunkenen umringend in der Haltung solcher, die sich behaupten werden,' ".

Plakat "Ernst Barlach - Das Magdeburger Mal" für Ausschnitte von 6a - 6f verwenden und scannen

- In der Mitte, hochaufgereckt, obwohl am Kopf verwundet, heroisch dem Tod ins Auge blickend, der junge Führer

Bild: gleichnamiges Detail-Foto

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- Rechts von ihm, schon tiefer im Bereich des Todes fußend, der ältere Landsturmmann:

Bild: gleichnamiges Detail-Foto

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- Links von ihm der noch knabenhafte Neuling in dieser Welt der Ungeheuerlichkeit, trotz seiner Zagheit und Unerfahrenheit der Erprobung gewachsen:

Bild: gleichnamiges Detail-Foto

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- Der Sturm des Kampfes hat die Gestalt des schon skelettierten Soldaten, den Stahlhelm auf dem im Fleisch verfallenen Kopfe, halben Leibes emporgeworfen:

Bild: gleichnamiges Detail-Foto

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- und ihn flankieren zwei durch alle Stadien des Schreckens gezwungene, kaum noch dem Leben angehörige Genossen der noch Aufrechten:

Bilder: gleichnamiges Detail-Foto

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Wollte man das Ganze symbolisch unterbauen, so müsste man sagen: hier ist auf Not, Tod und Verzweiflung als Gradmesser der wahren Bedeutung unverhohlener Opferbereitschaft hingewiesen. Sie beweisen den Wert der Selbstentäußerung jener anderen."

(H. F.: Ernst Barlach schreibt über die Wechselbeziehung von Dom und Ehrenmal)

"Die künstlerisch formale Lösung wie den inneren Geist der Figurenkomposition entwickelt Barlach ganz aus dem Dom:

"Im Dom gilt nicht die Rede des Alltags, das Wunder des Bogens schließt aus seinem Bereich das Wirkliche aus und fordert das Gleichnis." "Das Ganze ist in Anpassung an die Konche als Aufstellungsort geordnet. Es fügt sich mit der abschließenden Bogenform dem Verlauf der Umrahmung an, zugleich ist die Gliederung eines dreiteiligen Bogenfensters angestrebt. Im Verlaufe der Arbeit steigerten sich die unteren Gestalten in Symbolhafte, die oberen wurden zu Typen. Zuerst als zwischen die Kämpfer gestelltes Grabkreuz gedacht, wurde das Kreuz das Zeichen der Opferwilligkeit, des Haltens an Begriffe, die zur Hingabe an überpersönliche Zwecke mahnen. Ob christlich-dogmatisch, ob nur allgemein als Vertrauen ins Walten des Geschicks gebend, seine Form ist mir als Künstler höchst bedeutend ... Glaube und Vertrauen sind mir menschliche Werte von höchster Qualität, sie erstehen auf dem Grund wesentlicher Lauterkeit und sind darum ehrwürdig."

(H. F.: Barlach aber hat bitter Recht behalten.)

"Barlachs Gefallenendenkmal, unheroisch, pazifistisch,.ein Anti-Denkmal hat Widerstand hervorgerufen und provoziert bis heute. Die Öffentlichkeit wie die Domgemeinde hat an ihm versagt. Barlach aber hat bitter Recht behalten:

"Soll ich etwa von der Rüstungsindustrie sprechen, die allerdings für spätestens 1934 einen neuen Krieg braucht? Ich bedaure und verfluche sie, denn ich glaube, einstweilen ist unser Bedarf gedeckt, und dem nächsten Krieg schaut der dann folgende schon über die Schultern. Ich wünsche mit allen Seelenkräften, dass unsere Dome stehen bleiben, aber die Aussichten dafür sind gering..."

(H. F.: Bekenntnisse von heute besagen: Barlachs Ehrenmal ist Altar geworden.)

"Der Magdeburger Dom und das Magdeburger Mal haben den Zweiten Weltkrieg überlebt, beide mit inneren und äußeren Wunden. Mit den ungezählten Friedenskerzen, die seit 1980 vor dem Barlachschen Ehrenmal brennen, mit den Gebeten und Treffen an diesem Ort ist der Sockel der Figuren wieder zu dem geworden, was er einmal war: Altar. Ist das Grabkreuz des Ehrenmals wieder zum Kreuz der Hoffnung geworden. Mit den Friedensgebeten sind die Figuren des Mals von ihrem Sockel herabgestiegen, auf den sie frommer Heroismus oder Kunstbeflissenheit gestellt haben, und sind lebendige Mahnung geworden unter den Lebenden.

Wir können uns dessen nach der Geschichte des Ehrenmals nicht rühmen. Wir sind es Barlach schuldig."

Foto-Variationen zum Magdeburger Ehrenmal (25):

Bilder: Ehrenmal

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Weitere Sehenswürdigkeiten in und um Stadt Magdeburg

Magdeburgs Zentrum mit der Prachtstraße "Breiter Weg"

Als meine Mutter 1939 einige Zeit bei Verwandten, die in Magdeburg nicht weit von der St. Sebastian-Kirche entfernt eine Gaststätte führten, als Küchen- und Servierkraft aushalf, besuchte ich sie des öfteren, in dem ich vom damaligen Wohnort Kalbe (Milde) mit der Eisenbahn über Bismark und Stendal nach dem etwa 80 km entfernten Magdeburg reiste. Im Alter von 8 bis 10 Jahren entdeckte ich dabei das wunderschöne Zentrum der Stadt Magdeburg, vor allem die über 2 km lange Straße "Breiter Weg". Sie verläuft auch heute noch in nord-südlicher Richtung, östlich etwa parallel zum Elbe-Strom und westlich parallel zur Otto-von-Guericke - Straße, heute gekreuzt von der Ernst-Reuter-Allee, die aus Richtung Hauptbahnhof im Westen durch die Stadt nahe dem Alten Markt in Richtung Elbe und Alte Elbe führt. Hier befindet sich zwischen den beiden Elb-Armen der Stadtpark Rotehorn mit dem Jahrtausendturm, der anlässlich der 25. Bundesgartenschau 1999 errichtet worden ist. Nicht weit vom Aussichtsturm im Stadtpark befindet sich dieser Jahrtausendturm. Er ist ganz aus Holz gebaut, 60 m hoch, im Innern erlebt man auf fünf Ebenen die sechstausend jährige Geschichte von Wissenschaft und Technik, der Erbauer kam aus der Schweiz, er ist Bildhauer und Maler. Nach der Besichtigung, in der Höhe angekommen, kann man den Weg abwärts über die Außenrampe benutzen, wenn man sich traut. Die Endpunkte des "Breiten Weges" sind im Norden der Universitätsplatz mit der Oper (1990 war das Opernhaus durch einen Brand zerstört worden und in den Jahren 1993 - 1997 wieder aufgebaut worden), im Süden der Hasselbachplatz, benannt nach dem verdienstvollen Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg (Lebensdaten: 1809 - 1882), der sich um die Erweiterung des Städtebaus kümmerte, dabei sich für die Pflasterung von Straßen und für die Installation der Gasbeleuchtung einsetzte. Vor dem 16. Januar 1945 erstrahlte der "Breite Weg" im Glanze einzigartiger barocker Gebäude links und rechts der Straße. Mit dem 16. Januar 1945 war plötzlich "die schönste Barockstraße Deutschlands" mit einem Schlag fast vollständig vernichtet. Vereinzelt finden sich rekonstruierte Prachtbauten von damals am "Breiten Weg": die Hauptpost in der Nähe des von Friedensreich Hundertwasser entworfenen Hauses "Grüne Zitadelle" und das Gebäude "Plättbolzen" am Hasselbachplatz.

Mit Hundertwassers Initiative gelang es, das Zentrum der Stadt schöner zu gestalten, dem Plattenbaubereich am "Breiten Weg" nördlich der Ernst-Reuter-Allee als Baustil, vom stalinistischen Klassizismus geprägt, ein Affront entgegenzusetzen und der Stadt wieder eine Seele zu geben. Nach dem Tod von Friedensreich Hundertwasser im Februar 2000 wurde beschlossen, das im Detail geplante Baukonzept anzufangen und zu beenden. Am 3. Oktober 2005 fand die Einweihung von Hundertwassers "Grüner Zitadelle" als Wohn- und Geschäftshaus und als Zierde eines Abschnittes des "Breiten Weges" von Magdeburg für immer statt.

Nicht unerwähnt sollte sein, dass der bedeutende Opernkomponist Richard Wagner (1813 - 1883) zwischen den Wirkungsstätten Würzburg als Chordirektor(1833) und in Königsberg (1837), für zwei Jahre als Musikdirektor in Magdeburg lebte (1834-1836). Hier erfolgte die Uraufführung seiner ersten Oper "Das Liebesverbot" im Erdmanndorffschen Theater zu Magdeburg.

Am Breiten Weg mit dem Blick auf Plattenbauten, die unter Denkmalsschutz stehen, ist das Denkmal für ein physikalisch-wissenschaftliches Ereignis des Bürgermeisters Otto-von-Guericke zu sehen: die "Magdeburger Halbkugeln".

Mit den Halbkugeln demonstrierte dieser Erfinder 1654 auf dem Reichstag in Regensburg Effekte des Luftdrucks. Das Prinzip bestand in folgendem: Zwei Halbkugeln im Durchmesser von 50 cm werden so aneinander gelegt, dass eine Kugel entsteht. Dem Hohlraum, der sich dadurch bildet, wird mit der von ihm erfundenen "Kolbenpumpe" die Luft entzogen. Der Luftdruck, der nun nur von außen auf die Kugelhälften wirkt, drückt diese so stark zusammen, dass sich diese selbst mit 30 oder 16 Pferden als Gespanne nicht mehr auseinander ziehen lassen.

Foto-Variationen vom Zentrum der Stadt Magdeburg mit dem "Breiten Weg":

Bild links: Stadtplan des Zentrums von Magdeburg (Grobfassung und Nummerierung nach PLM, d.h. Stadtplan Magdeburg), Landeshauptstadt Magdeburg: Tourist-Information Magdeburg, Ernst-Reuter-Allee 12, 39104 Magdeburg, 26
Bild mitte: Die "Württemberg" im Stadtpark Rotehorn , 26, Schmidt-Buch "Magdeburg - der Stadtführer", (37, S. 58)
Bild rechts Der Jahrtausendturm im Elbauenpark, 26, (37, S. 66)

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Bilder: Die Magdeburger Oper am Universitätsplatz, Der Giebel des Opernhauses, Inschrift am Giebel der Oper

"FREUDIG TRETE HEREIN UND FROH ENTFERNE DICH WIEDER"

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1. Bild von links: Plättbolzen am Hasselbachplatz, 26, 37, S. 42
2. Bild von links: Die Hauptpost am "Breiten Weg", 25
3. Bild von links: Die Hauptpost (Detail), 25)
4. Bild von links: Gebäude der Plattenbauweise im stalinistischen Klassizismus, 26, 37, S. 51

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1.+2. Bild von links: Plattenbauweise von Häusern am "Breiten Weg", 25
3. Bild von links: "Grüne Zitadelle", 25
4. Bild von links:: "Grüne Zitadelle”, 25
5. Bild von links: ”Grüne Zitadelle” (Innenhof mit Säulen), 25

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1.+2. Bild von links: "Magdeburger Halbkugeln" von Otto-von-Guericke, 25
3. Bild von links: "Magdeburger Halbkugeln" (Detail), 25
4. Bild von links: Denkmal Ottos von Guericke, Bürgermeister von Magdeburg (1602 - 1686), 25

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Weitere bedeutende Magdeburger Kirchen (25/26)

Kloster Unser Lieben Frauen (PLM 16)

Durch Magdeburg führt die Straße der Romanik, als Wahrzeichen der Stadt Magdeburg erscheint das Kloster Unser Lieben Frauen in seiner Erhabenheit aus südöstlicher Richtung. Dieses Kloster ist das älteste erhaltene Bauwerk Magdeburgs, durch Erzbischof Gero um 1017 gegründet. Nach dem II. Weltkrieg begann der Wiederaufbau des Klosters. Seit 1977 dient es als Konzerthalle " Georg Philipp Telemann".

1. Bild von links: Kloster Unser Lieben Frauen, Gesamtansicht, 26 (37, S. 27)
2. Bild von links: Details der Kloster-Ansichten
3. Bild von links: Türme von der Seite, Foto scannen, Nr. 9 b2: 25
4. Bild von links: Türme und Kirchenschiff von der Seite

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Bilder: Teile des Kirchenschiffs mit der Inschrift, 25

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Kathedralkirche St. Sebastian (PLM 22)

Unweit des Domplatzes, auf der westlichen Seite des "Breiten Weges" befindet sich die Kirche St. Sebastian. Im Vergleich zum "Kloster Unser Lieben Frauen" gibt es in der Geschichte der Kirche St. Sebastian ähnliche Daten ihrer Entwicklung. So imponiert sie mit ihren zwei Türmen und dem Querhaus durch den Baustil der Romanik, damit liegt sie auch an der Straße der Romanik in Magdeburg. Erzbischof Gero gründete erst diese Kirche, und zwar als Kanonikerstift im Jahre 1015. Hier wurde er nach seinem Tode anfangs aufgebahrt, letztlich jedoch im Dom. Weitere Daten seien in Kürze genannt:

  • Zeit der Reformation: Aus dem katholischen Stift wurde ein protestantisches Gotteshaus.
  • Zeit des Dreißigjährigen Krieges: Ein Feuer zerstörte das Innere der Kirche.
  • Zeit der Industrialisierung: Katholiken kamen wieder nach Magdeburg und fanden eine Kirche für ihre Gottesdienste, St. Sebastian. Ab 1876 war diese Kirche die katholische Pfarrkirche.
  • Zeit nach dem II. Weltkrieg: Nachdem St. Sebastian beim Bombenangriff auf Magdeburg beschädigt und nach dem Krieg wieder aufgebaut worden war, erhielt St. Sebastian 1949 den Status "Katholische Bischofskirche" des Weihbischofs aus Paderborn.
  • heutiger Status: Aus der katholischen Bischofskirche wurde St. Sebastian 1994 die Kathedrale des Katholischen Bistums Magdeburg.
  • Bild: Blick auf die Kathedralkirche St. Sebastian, 26 (37, S. 49)

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    Johanniskirche (PLM 06)

    Die Johanniskirche wurde 941als älteste Magdeburger Pfarrkirche zum ersten Mal erwähnt. Aus der Zeit der Romanik stammt das Westwerk mit seinen zwei Türmen und den verschieden gestalteten Turmspitzen. Im gotischen Stil zeigen sich die Hallenkirche und die Vorhalle als Eingangsseite der Kirche. Die Johanniskirche war nicht nur die älteste, sondern auch die reichste Kirche, sie führte um 1015 den Namen "ecclesia mercatorum", die sogenannte Kaufmannskirche. Ihr Standort befindet sich im Westen nahe dem Alten Markt, im Osten nahe der Elbe. Die Johanniskirche traf im Dreißigjährigen Krieg das gleiche Schicksal wie die Kirche St. Sebastian. Auch sie wurde zerstört. Ebenso blieb die Johanniskirche durch das Bombardement der Stadt Magdeburg im Januar 1945 nicht verschont. Im Gegensatz zu St. Sebastian sollte die Ruine der Johanniskirche als Mahnmal erhalten bleiben. Erst nach der politischen Wende in der DDR 1989/90 bildete sich im Sinne der Bürger der Stadt ein Kuratorium für den Wiederaufbau der Johanniskirche als Initiative, die vergleichbar ist mit dem Geschehen um die Dresdner Frauenkirche. 1999 erhielt die Johanniskirche den Status eines Kulturzentrums, vermutlich begründet durch die Tatsache, dass Martin Luther 1924 in dieser Kirche predigte und dass seit der Restaurierung die Gruft der Familie Otto von Guericke als Gedenkstätte existiert.

    1. Bild von links: Blick von Süd-Ost auf die rekonstruierte Johanniskirche, 26 (37, S. 34)
    2. Bild von links: Blick von Westen auf die Johanniskirche, 25
    3. Bild von links: Turmspitzen der Johanniskirche, 25
    4. Bild von links: Vorhalle der Johanniskirche, 25, Übersichts - Blatt 1 oder 26 (37, S. 35)

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    Alter Markt mit dem Rathaus, dem Roland und dem Magdeburger Reiter (PLM 01, 25/26)

    Für die Geschichte Magdeburgs scheint es typisch zu sein, dass alle vor dem dreißigjährigen Krieg vorhandenen repräsentativen Gebäude durch Brände bzw. durch den II. Weltkrieg zerstört und in den meisten Fällen wieder aufgebaut worden sind. So war es auch mit dem Alten Rathaus von Magdeburg geschehen.

    Bild: Altes Rathaus mit dem Roland, dem Magdeburger Reiter, im Hintergrund die Turmspitzen der Johanniskirche, 26 (37, S. 31)

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    Der Roland

    Im Mittelalter wurden Rolande als Zeichen bürgerlicher Freiheit in einer Reihe von Städten aufgestellt. Rolande galten als Sinnbild für Eigenständigkeit einer Stadt mit Marktrecht und eigener Gerichtsbarkeit. Einen Roland in Magdeburg gab es ebenfalls seit dem Mittelalter. Seine Existenz war je nach den gesellschaftlichen Verhältnissen, gepaart mit Kriegen und Bränden gegeben oder nicht gegeben. Den Magdeburger Roland soll man im Nachkriegswinter sogar verheizt haben, er bestand aus Holz. Den gegenwärtigen Roland von Magdeburg hatte die Bildhauerin Martina Seffers aus Sandstein geschaffen. Er steht auf der linken Seite des Rathaus-Gebäudes.

    Bild links linke Seite des Alten Rathauses mit dem Roland, 15
    Bild mitte: zentraler Gebäude-Trakt des alten Rathauses, 25
    Bild rechts: Informationstafel zur Wiedererrichtung des Rolands 2005, 25

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    Bilder dreimal der Roland von Magdeburg 2009, 25

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    Magdeburger Reiter

    Das Original des Magdeburger Reiters befindet sich im Kulturhistorischen Museum von Magdeburg. Vermutlich soll das Reiterstandbild Kaiser Otto den Großen darstellen. Für ihn war Magdeburg seine Lieblingspfalz. Heinrich Apel stellte 1966 eine Kopie des Standbildes her. Dieses steht am Alten Rathaus, rechts vor dem Mitteltrakt.

    1. Bild von links: Magdeburger Reiter, Original, um 1240, Kulturhistorisches Museum Magdeburg, 26 (37, S. 47)
    2. Bild von links: Magdeburger Reiter, vergoldete Bronzekopie, auf einer Säule am alten Markt, 26 (37, S. 13)
    3.-5. Bild von links: dreimal Magdeburger Reiter, Kopie, 25

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    Das Wasserstraßenkreuz Magdeburg

    Die Menschen in Deutschland waren zu allen Zeiten immer wieder beeindruckt von der Landschaft mit ihren größeren Flüssen, die wie der Rhein, die Weser und die Elbe von Süd nach Nord flossen, ein Naturereignis ebenso wie eine zunehmend bedeutende Möglichkeit, auf diesen Wasserstraßen lebensnotwendige Güter zu transportieren. Zu den Wasser-Handelsstraßen von Süd nach Nord bedurfte es der Notwendigkeit einer neu zu schaffenden, "künstlichen" Wasserstraße, einem Kanal, der von Westen nach Osten verlief, beginnend am Dortmund-Ems-Kanal bei Ibbenbüren, folgende Orte passierend: Osnabrück, Minden (Wasserstraßenkreuz mit der Weser), Hannover, Braunschweig, Wolfsburg bis Magdeburg (Wasserstraßenkreuz mit der Elbe), mündend in den Elbe-Havel-Kanal.

    Bild links: Skizze des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg, 26 (38, S. 2)
    Bild rechts: Teilansicht des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg, 26 (38, S. 3)

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    Bild links: Das Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee aus dem Jahre 1938 mit einem Hebewerk als Trog von 85 m Länge und 12 m Breite, 26 (38, S. 12,13)
    Bild mitte: Blick auf die Elbe mit der Kanalbrücke und der Autobahnbrücke im Hintergrund, 26 (38, S. 4, unten )
    Bild rechts: Blick auf das Waserstraßenkreuz mit der Elbe (von rechts unten nach links oben) und der Kanalbrücke (von links nach rechts), 26 (38, S. 5, unten links)

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    Das Wasserstraßenkreuz Magdeburg gibt es bereits seit etwa 1937. Die Anbindung des Mittellandkanals an die Elbe erfolgte damals über das Schiffshebewerk Rothensee. Auf die Realisierung der Idee, mit dem Kanal die Elbe zu überqueren und diesen in den Elbe-Havel-Kanal fließen zu lassen, musste bis 2003 gewartet werden (Einweihung am 10. Oktober 2003). Dieses gewaltige Bauwerk war das bedeutendste Vorhaben des Verkehrsprojektes "Deutsche Einheit". Es schuf ein Wasserstraßen- "Netz" Hannover-Magdeburg-Berlin im europäischen Maßstab.

    "Das Herzstück des Wasserstraßenkreuzes ist die längste Kanalbrücke der Welt. Mit 918 m führt die als Jahrhundertbauwerk geltende Stahlbrücke den Mittellandkanal über die Elbe" (38, S. 5).

    Da die Kanalbrücke einen Schiffsverkehr nur in einer Richtung zulässt, verläuft der Richtungswechsel, vergleichbar mit dem Ampel-Prinzip auf den Autostraßen, hier in der Weise, dass die eintreffenden Schiffe eigenständig per Funk ihre Absicht ankündigen, die Kanalbrücke zu befahren, womit die Gegenseite zum Warten veranlasst ist.

    "Der Mittellandkanal im Bereich des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg bietet ausreichend Platz zur Erholung" (38, S. 9).

    Auf den 3 m breiten Seiten entlang des Kanaltroges gibt es die Möglichkeit, zu Fuß oder mit dem Fahrrad das Schifffahrtsgeschehen auf dem Kanal und darunter auf der Elbe zu erleben.

    Bild Passanten auf dem Seitenweg der Kanalbrücke, 26 (38, S. 8)

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