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Ernst Barlach · 1870–1938
Bildhauer · Zeichner · Grafiker · Schriftsteller

Der tote Tag (1907–1911)

Uraufführung am 22. November 1919
Schauspielhaus Leipzig

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Adresse des Theaters:
Schauspielhaus, ab August 2008 Centraltheater
Bose-Gottsched-Straße, Dittrichring
04109 Leipzig
Tel.: 0341 / 1268168

Im Leipziger Schauspielhaus gab es insgesamt zwei Aufführungen des Dramas "Der tote Tag". Ebenfalls zwei Aufführungen hatte das neue Schauspielhaus Königsberg, in dem ein anderes Drama Barlachs uraufgeführt worden ist, am 8. Mai 1926 im Spielplan.

Dieses Drama war in der Zeit von 1919 bis 1992 an 20 Bühnen aufgeführt worden, darunter zweimal in Wiener Theatern. Auch in Hamburg, wo in den Kammerspielen sowohl "Der arme Vetter", als auch "Die echten Sedemunds" uraufgeführt worden sind, bekannten sich zwei weitere Theater zur Aufführung des Dramas "Der tote Tag". In der Statistik der Inszenierungen von Barlachs "Der tote Tag" (vgl.: 28, S. 196) endet die Übersicht zu den Inszenierungen am 7. März 1992 im Mecklenburgischen Landestheater Parchim mit 7 Aufführungen.

 Vortitel der zweiten bis vierten Auflage zu Ernst Barlachs Drama "Der tote Tag", 1919, Quelle 28, S. 196; 26, 01/01/2009 (© Ernst Barlach Lizenzverwaltung, Ratzeburg; Ernst Barlach Stiftung, Güstrow)

Externer Link: Inhalt des Dramas „Der tote Tag”


Foto-Variationen vom Schauspielhaus (Centraltheater) Leipzig (25)

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Ansichten von Gebäuden im Umfeld des Theaters

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Einblick in die Geschichte des Theaters

Die Musikstadt Leipzig mit dem Gewandhaus, der Thomaskirche und der Nikolaikirche, in beiden Kirchen hat Johann Sebastian Bach gewirkt, kann auch auf eine große Theatertradition verweisen. Bis zum II. Weltkrieg war die Hauptspielstätte des städtischen Schauspiels das traditionsreiche "Alte Theater" am Brühl, das im Krieg völlig zerstört wurde. Das ehemalige Operettentheater als Centraltheater, zwischen Bosestraße und Gottschedstraße, wurde 1901 erbaut und im II. Weltkrieg ebenfalls stark beschädigt. Nach dem Krieg wurden Interimsspielstätten hergerichtet, dann wurde zwischen 1954 und 1957 auf den Grundmauern des alten Centraltheaters das neue Schauspielhaus gebaut und am 1. März 1957 mit einer Aufführung von Schillers "Wallenstein" eingeweiht. Ab April 2002 wurde der Zuschauerraum des Schauspielhauses saniert. Dem 50. Jahrestag der Wiedereröffnung des Schauspielhauses an der Bosestraße ist eine Broschüre mit dem Titel gewidmet: "Schauspiel Leipzig - Theater in der Übergangsgesellschaft", Schauspiel Leipzig, 1957 - 2007. Der Intendant und Regisseur Wolfgang Engel hat mit seinen Entdeckungen von jungen Schauspielern aus dem Leipziger Schauspielhaus eine wahre Förderstätte gemacht. Er hat dem Leipziger Schauspiel eine gesamtdeutsche Aufmerksamkeit verschafft


Lithografien von Ernst Barlach zu: "Der tote Tag", 1912 (Auswahl): Mit fremder Schuld beladen, S. 37; Träumender Jüngling, S. 35; Stürzende Frau, S. 39; 26 (© Ernst Barlach Lizenzverwaltung, Ratzeburg, Ernst Barlach Haus - Stiftung Hermann F. Reemtsma, Hamburg; Heinz-Peter Cordes, Hamburg)

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Das Beste des Abends bot jedenfalls der blinde Seher Hanns Helmut Kochs, der seine manchmal bedeutenden Sätze wieder schlechthin meisterlich sprach. Diese Gestalt umwitterte wirklich ein Hauch aus der jenseitigen Welt. Das Publikum verharrte auch nach dem letzten Bild in tiefstem Schweigen. War es Achtung?

(Aus der Kritik zur Uraufführung des Dramas "Der tote Tag" von Ernst Barlach am Schauspielhaus Leipzig von Fritz Mack, Schauspielhaus Leipzig, Leipziger Neueste Nachrichten, 24.11.1919: 28, S. 201)