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Ernst Barlach · 1870–1938
Bildhauer · Zeichner · Grafiker · Schriftsteller

Die Sündflut (1923)

Uraufführung am 27. September 1924
Württembergisches Landestheater Stuttgart (Kleines Haus)

011_small.jpg010_small.jpgAdresse des Theaters:
Württemberger Staatstheater Stuttgart
Oberer Schlossgarten 6
70173 Stuttgart
Tel.: 0711 / 202090

Im Württembergischen Landestheater, Kleines Haus, gab es insgesamt 7 Aufführungen des Dramas "Die Sündflut". Weitere Uraufführungsstätten Barlachscher Dramen hatten „Die Sündflut" auf dem Spielplan: am 7.Februar 1925 das neue Schauspielhaus Königsberg, am 21. Februar 1925 die Hamburger Kammerspiele, am 2. Mai 1925 das Reußische Theater Gera. Dieses Drama war in der Zeit von 1924 bis 16. September 2004 an 44 Bühnen aufgeführt worden, darunter auch in Linz und am Stadttheater Zwickau 1929 (dem Wohnort des Autors). In der Statistik der Inszenierungen von "Die Sündflut" endet die Übersicht (vgl.: 28, S. 294ff.) am 16. September 2004 im Theater unterm Dach (Gastspiel Ernst-Barlach-Theater) Güstrow (vgl.: 28, S. 295f.). 

Vortitel der Erstausgabe zu Ernst Barlachs Drama “Die Sündflut“, 1924, Quelle 28, S. 294; 26 (© Ernst Barlach Lizenzverwaltung, Ratzeburg; Ernst Barlach Stiftung, Güstrow)

Programm der Uraufführung des Dramas “die Sündflut“ am 27. September 1924, Württ. Landestheater in Stuttgart, Kleines Haus, Quelle 28, S. 17; 26 (© Ernst Barlach Haus - Stiftung Hermann F. Reemtsma, Hamburg)

Externer Link: Inhalt des Dramas „Die Sündflut”


Einblick in die Geschichte des Theaters

Vom Münchner Architekten Max Littmann 1909 - 1912 erbaut, trug das Ensemble der Theaterbauten im Oberen Schlossgarten den Namen Königliches Hoftheater. Seit langem kennt man diese Theaterlandschaft mit den drei bedeutenden Sparten als Staatstheater Stuttgart. Integriert waren und sind auch heute:

Das Opernhaus (früher "Großes Haus") mit 1.399 Sitzplätzen, als Bühne für die Staatsoper und für das Ballett, das Schauspielhaus (früher genannt: das (Württembergisches) Landestheater (Kleines Haus) mit 851 Sitzplätzen, es wurde im II. Weltkrieg zerstört, von 1959 bis 1962 entstand ein neues Schauspielhaus an derselben Stelle. Die Barlachschen Dramen "Die Sündflut" und "Der blaue Boll" wurden im so genannten Württembergischen Landestheater uraufgeführt. im Jahre 1983 wurde in der Neunen Staatsgalerie das Kammertheater mit 420 Sitzplätzen eröffnet, und schließlich gibt es noch das Theater im Depot, es befindet sich in einem ehemaligen Straßenbahndepot im Osten Stuttgarts.

Foto-Variationen vom Staatstheater Stuttgart (26)

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Bühnenbilder und Figurinen von Ernst Barlach zu “Die Sündflut“, 1924 (Auswahl), Quelle 28: Reisender, 1924, Kohle, S. 53; Die Arche, 1924, Kohle, S. 53; Die Söhne Noahs, 1924, Kohle, S. 54; 26 (© Ernst Barlach Lizenzverwaltung, Ratzeburg; Ernst Barlach Haus - Stiftung Hermann F. Reemtsma, Hamburg; Fotos: Heinz-Peter Cordes, Hamburg)

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Das fünfteilige Drama "Die Sündflut" Ernst Barlachs, der als Bildhauer, Graphiker und Dichter, zu den Verinnerlichsten und Persönlichsten der heutigen Kunst zählt, konnte bei seiner Uraufführung am Stuttgarter Landestheater nur einen Achtungserfolg erringen...

(Aus der Kritik zur Uraufführung des Dramas "Die Sündflut" von Ernst Barlach am Landestheater Stuttgart von Hans Hildebrandt, Unbek. Zeitung, undatiert, Ernst Barlach Haus: 28, S. 300)

Es gibt zwei Arten von Dramen. Solche, die man lesen und immer wieder lesen muß, und solche, die man hören soll und sehen. Barlachs fünfteiliges Stück "Die Sündflut" gehört zu den ersteren; es ist zu tief, zu problemschwanger, zu ausschließlich Selbstkundgebung einer erkennenden Seele (also zutiefst expressionistisch), als dass es im Theater, auf der Bühne wirken, lösen und befreien könnte.

(Aus der Kritik zur Uraufführung des Dramas "Die Sündflut" von Ernst Barlach am Landestheater Stuttgart von Walter von Cuen, Ernst Barlach: "Die Sündflut", Unbek. Zeitung, 28.9.1924, Ernst Barlach Haus: 28, S. 301)